Dörverden – Weserwehr


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Nachdem bereits in Bremen-Hemelingen eine Staustufe als Endpunkt der Unterweserkorrektion errichtet worden war, wurde von 1907 bis 1914 eine weitere Staustufe in Dörverden errichtet, um in Trockenzeiten die Abgabe von Weserwasser für die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen zwischen Hoya und Bremen zu ermöglichen. Das erste Wehr, eine Stahlgitterkonstruktion, wurde 1911/1912 von der Firma Aug. Klönne gebaut. Dieses wurde 1929 zum Einsturz gebracht, als eine steigende Eisdecke auf der Weser einen der „Ständer“ aus dem Fundament der Wehranlage gezogen hatte. Die Beschädigung erwies sich als so schwer, dass eine Reparatur des alten Wehrs nicht in Frage kam. Das heutige Wehr wurde von von 1931 bis 1933 als zweite Staustufe der Mittelweser gebaut, um einen möglichst gleichbleibenden Wasserstand halten und die Wasserstraße für große Schiffe passierbar zu machen. Das Wehr wird vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Verden betrieben.

Das zur Staustufe gehörige Laufwasserkraftwerk wurde in den Jahren 1911 bis 1913 erbaut. Zunächst wurde Strom durch Dampfkraft erzeugt, bis 1927 die letzte Dampfturbine stillgelegt wurde. Bereits 1914 gingen die ersten Wasserturbinen vom Typ Francis-Turbine in Betrieb, zu jener Zeit die größten Europas. Das Wasserkraftwerk versorgte für einige Jahrzehnte das Hauptpumpwerk am Wasserstraßenkreuz Minden über eine eigene Hochspannungsleitung mit elektrischem Strom, das Wasser aus der Weser in den Mittellandkanal pumpte. Mit überschüssigem Strom wurden erstmals die Kreise Verden, Hoya, Nienburg, Neustadt und Fallingbostel elektrifiziert. Das Wasserkraftwerk wurde vom Preußischen Staat gebaut, ab 1927 von der Firma PreußenElektra betrieben, die im Jahr 2000 in der E.ON Wasserkraft GmbH aufging. Durch einen Beteiligungstausch mit dem norwegischen Energiekonzern Statkraft ist dieser seit dem 1. Januar 2009 Besitzer und Betreiber des Kraftwerks.

Der Schleusenkanal verläuft östlich und ist nur etwa halb so lang wie die abgekürzte Weserschleife.
Quelle: www.wikipedia.de
Quelle: www.tulifurdon.de



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