Badeanstalt


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Jeder ältere Verdener erinnert sich mit Freuden an die Zeit, als man noch in der Aller baden durfte. Im Jahre 1880 wurde eine „Gesellschaft zur Errichtung eines Badehauses auf der Dekanei“ gegründet. Der Zeit entsprechend durften dort nur Herren baden. Frauen wurden erst nach dem Ersten Weltkrieg zugelassen, vorher hatten sie Gelegenheit, gegen neugierige Blicke abgeschirmt, nahe der Südbrücke an der städtischen Bleiche ein Bad zu nehmen. Dort hatte 1832 der Maurermeister Campe eine „schwimmende Flußbadeanstalt“ angelegt. Jahrzehntelang regierte an der Dekanei Bademeister August Schulze (1870 bis 1941), bekannt und beliebt durch seinen Schwimmunterrricht an der Angel und sein Seemannsgarn. 1962 wird ein neues Freibad im Ortsteil Borstel errichtet und die Badeanstalt an der Aller geschlossen.
Quelle: Wolfgang und Ilse Schöttler – Verden in alten Ansichten
Quelle: Edmund von Lührte – Die Stadtentwicklung Verdens im 19. und 20. Jahrhundert



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